beschädigen oder zu pflücken oder auf andere Weise das Umfeld einheimischer Arten zu stören. Neben dem Lorbeerwald Laurissilva gibt es im Archipel noch fünf weitere Naturreservate. Ponta de Sao Lourenco umfasst die östlichste Halbinsel Madeiras und die beiden vorgelagerten Inselchen. Außer der Flora, die nur hier zu finden und fast unberührt ist, sind auch die geologischen Strukturen einzigartig. Das Tierleben ist durch viele Vögel vertreten und gelegentlich sind Seelöwen zu sehen. Garajau ist das einzige Meeresreservat Portugals. Die Artenvielfalt ist so groß, das es sogar Wissenschaftler hierher zieht.
Für Taucher ist das Reservat ein Paradies, das sie bei sorgsamer Behandlung auch für ihren Sport nutzen dürfen. Fischen und Beschädigung von Pflanzen oder Klippen ist natürlich verboten und die Einhaltung der Regeln wird von der Küstenwache streng kontrolliert. Rocha do Navio an der Nordküste gehört mit seinen üppig bewachsenen Klippen zu den schönsten Landschaften der Insel und dient auch dem Schutz der Meeresfauna. Entstanden ist das Reservat auf Initiative der örtlichen Bevölkerung, um das illegale Fischen mit Sprengstoff zu unterbinden. Ilhas Selvagens besteht aus zwei trockenen und unbewohnbaren Inselgruppen, die fantastische Nistmöglichkeiten für Seevögel bieten. Ilhas Desertas besteht aus drei trockenen und unbewohnbaren Insel, die nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden dürfen. Hier lebt eine der letzten Seelöwenkolonien der Welt.