Naturmuseen

Auf Madeira kann man viele Aspekte der Natur erleben. Drei ganz verschiedene Museen zeigen einige davon. Die Höhlen von Sao Vicente sind durch vulkanische Tätigkeit entstanden und gestatten einen Einblick in die ungeheuren Kräfte, die die Insel geformt haben. Sie sind Lavatunnel, die entstehen, wenn fließende Lava an der Oberfläche

erstarrt und darunter flüssig bleibt. Wenn keine weitere Lava mehr nachkommt, fließen noch flüssige Ströme ab und hinterlassen dabei Hohlräume. Der Tunnelkomplex von Sao Vicente ist vor über 400.000 Jahren entstanden und mit mehr als 1000 Metern Länge der größte auf Madeira. Der für Besucher zugängliche Teil ist etwa 700 Meter lang und enthält vulkanische Stalaktiten, Lavakuchen und den "Wanderfelsen" - einen Stein, der aufgrund seiner Größe im Lavastrom nicht geschmolzen wurde und schließlich in einem Lavatunnel stecken blieb.

Bei den Höhlen gibt es ein Vulkanologie-Zentrum, das mit interessanten Vorführungen wie einem Vulkanausbruch auf anschauliche und unterhaltsame Art und Weise Wissenswertes über das Innere der Erde vermittelt. Das Naturhistorisches Museum im Palacio de Sao Pedro ist in einem der Herrenhäuser der Grafen von Carvalhal aus dem 18. Jahrhundert untergebracht, das mit seinen geschmiedeten Eisenbalkonen auch von außen sehenswert ist. Es zeigt Ausstellungen zu Flora, Fauna und Geologie Madeiras. In einem Aquarium kann man das Meeresleben des Archipels sehen. Das Walfang-Museum. Eine Dokumentation der Industrie, die bis 1970 für Madeira wirtschaftlich bedeutsam war. Sehr interessant, für eher Zartbesaitete aber nicht unbedingt zu empfehlen. Zum Glück ist heute das Beobachten und nicht das Jagen der Tiere von wirtschaftlicher Bedeutung.