Araber der iberischen Halbinsel, die nach der Rückeroberung durch die Christen dort geblieben waren. Im Gegensatz zu ihren Herren verfügten sie über das mathematische und technische Wissen, das für ein derartiges Projekt nötig war. Die Hauptkanäle haben eine Länge von fast 2000 Kilometern, mit den kleineren Seitenkanälen erreicht das gesamte System fast 5000 Kilometer. Um so große Strecken überwinden zu können, darf das Gefälle nur sehr gering sein, muss aber konstant gehalten werden. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, wurden Brücken erbaut, Tunnel von teilweise beträchtlicher Länge in Felsen geschlagen und Mauern an Schluchten "geklebt". Um Wartungsarbeiten durchführen zu können, wurden neben den Kanälen breite, gut befestigte Wege angelegt.
Die Ausführung der Arbeiten war so gut, dass das System seit mehr als 500 Jahren funktioniert. Bis heute versorgt es den erschlossenen Süden und Osten Madeiras mit dem mineralreichen sauberen Wasser aus dem Vulkangestein der Insel. Die Wege neben den Levadas werden zum Wandern benutzt. Sie sind gut ausgebaut und haben nur geringe Steigungen bzw. Gefälle, so dass auch relativ Untrainierte schöne Spaziergänge unternehmen können. Wanderfreunde mit guter Kondition, die längere Strecken zurücklegen wollen, sollten für das Durchwandern der Tunnel hochwertige LED Taschenlampen mitnehmen. Die Augen offen halten sollte man an allen Levadas, um die Schönheiten von Landschaft, Flora und Fauna angemessen zu würdigen zu können.