Gärten Madeiras

Neben den großen Parks gibt es auf Madeira auch kleinere Gärten, die sich speziellen Themen widmen. Weniger sehenswert sind sie aber auf keinen Fall. 1960 wurde in Funchal der Botanische Garten eröffnet, der die Flora aus verschiedenen Gebieten der Welt zeigt und auch der Wissenschaft dient. Die 2000 Pflanzenarten sind in

fünf Bereiche aufgeteilt und mit informativen Tafeln versehen. Außer dem Bereich mit madeirensischen Pflanzen sind vor allem die Nutzpflanzen sehenswert. Hier gibt es tropische Obstbäume, Kaffeepflanzen, Arzneipflanzen und Küchenkräuter, die einen intensiver Geruch verströmen. Nicht auf Pflanzen liegt der Schwerpunkt im Papageienpark, wo exotische Vögel aus der ganzen Welt leben. Nur noch wenige wildwachsende Exemplare gibt es von dem langsam wachsenden Drachenbaum. Zehn Jahre benötigt er, um 60 - 90 Zentimeter hoch zu werden und das erste Mal zu blühen. Nur mit der Blüte etwa alle 10 Jahre kann sich der Stamm verzweigen und im Laufe der Jahrhunderte die charakteristische Krone alter Exemplare bilden.

Um den Fortbestand der Art zu sichern, wurde in Sao Goncalo ein Park gegründet, wo mehrere dieser faszinierenden Pflanzen zu sehen sind. Ein Familienunternehmen hat in Funchal einen ganz besonderen Garten geschaffen. Seit vier Generationen widmen sie sich der Erforschung und Züchtung von Pflanzen. Der Anspruch sie in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen, hat einen Dschungel mit Orchideen entstehen lassen. Zwischen Exoten von fünf Kontinenten wachsen sie in allen Größen und Formen. Garten von Sao Vicente: Dieser Garten ist ausschließlich der einheimischen Flora gewidmet und zeigt die Arten des Lorbeerwaldes und der Felsenklippen.