der Ostküste zerstört haben. Daher schlugen die Siedler ihren ersten Wohnsitz weiter westlich in Camara do Lobos auf. 1425 zogen sie dann nach Funchal um und erklärten die neue Stadt zur Hauptstadt. Es begann eine rege Bautätigkeit, die den Stadtteil Sé als sakrales und säkulares Zentrum der neuen Kolonie entstehen ließ. 1508 erhielt Funchal dann die Stadtrechte und 1514 wurde die Kathedrale als Bischofssitz geweiht, wodurch die Stadt auch das Zentrum der neuen Diözese Madeira wurde. Finanziert wurden die Prachtbauten durch den Zuckerhandel, der über den gut gelegenen Hafen abgewickelt wurde. Nach dem Niedergang des Zuckerhandels floss weiterer Reichtum aus dem Weinhandel in die Stadtkasse. Außerdem war der Hafen ab dem 16. Jahrhundert eine wichtige Station für den transatlantischen Handel mit den amerikanischen Kolonien, wo die Schiffe Proviant und Wasser aufnahmen.
Bei einer Überschwemmung 1803 wurden große Teile der Stadt zerstört und mehr als 600 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Daraufhin wurden die drei Flüsse kanalisiert und befestigt, um die Sicherheit für die wiederaufgebaute Stadt zu gewährleisten. Mitte des 19. Jahrhunderts begann dann die Entwicklung des Tourismus. Die Gäste dieser Zeit waren aber noch aus elitären Kreisen, die auch angemessen logieren wollten. Es entstanden Luxushotels wie das legendäre Reid´s Palace und die Liste prominenter Besucher ist Legion. Erst 100 Jahre später begann die Entwicklung zu einem Urlaubsgebiet, das für die meisten Menschen erschwinglich war. Das moderne Funchal ist eine schöne und lebendige Stadt, in der man problemlos mehrere Tage mit Bummeln, Besichtigen, Einkaufen und Genießen verbringen kann.